The man behind the lenses

Kai Stuht ist ein Individualist und ein emotionaler Querdenker.

Seine philosophischen Gedanken spiegeln sich in seinen Kampagnen und künstlerischen Arbeiten wider. Er startete als Sportfotograf, setzte neue Maßstäbe und veränderte somit die Ansätze großer Fashion-Kampagnen. Er war immer auf der Suche, wollte sich nie anpassen, erst in der Entwicklung seiner künstlerischen Arbeiten fand er seine Erfüllung. Er gab sich nicht eher zufrieden, bis er seinen eigenen sehr individuellen und künstlerischen Stil fand.

Er ist so etwas wie der David Lynch der europäischen Fotografenszene. Seine dramatisch inszenierten Bildwelten appellieren an das Unterbewusste, es ist unmöglich, sich diesem magischen Sog zu entziehen. Seine Lichtführung ist unerreicht, mit der messerscharfen Präzision eines Hannibal Lecters seziert er seine Motive und setzt sie in neuen Bedeutungszusammenhängen wieder zusammen. Mit großer Sensibilität demaskiert der Wahlberliner die Ikonen der Unterhaltungsindustrie, trägt Schicht für Schicht ab von ihrem Panzer und erhält im Ergebnis diesen seltenen Blick auf den Menschen hinter der öffentlichen Figur. Genau das macht ihn unique.

Stuht gibt sich völlig unbeeindruckt von den elitären Codes des Feuilleton, er meidet die roten Teppiche wie der Teufel das Weihwasser. In fast autistischer Zurückgezogenheit knüpft der Philosoph unter den deutschen Starfotografen am Wandteppich seines Lebens.